Vergabe der Bundesliga-Rechte startet im Juni

Die Vergabe der Bundesliga-Rechte für die Spielzeiten von 2020/21 bis 2024/25 wurde, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) im April mitteilte, aufgrund der Corona-Pandemie auf Juni 2020 verschoben. Wer mitbietet, um welche Pakete es geht und wie die Zukunft der deutschen Fußball-Ausstrahlung aussehen könnte, haben wir für euch zusammengefasst.

Welche Rechte werden vergeben?

Mit der Vergabe der Bundesliga-Rechte durch die DFL entscheidet sich, welcher Anbieter die Spiele und Konferenzen der ersten und zweiten Bundesliga zeigen darf. Dabei geht es vor allem um vier der insgesamt acht ausgeschriebenen Live-Rechtepakete. Drei davon sind ausschließlich für Pay-Anbieter vorgesehen, während eines auch für das Free-TV zu haben ist. Daneben vergibt die DFL neun Highlight-Rechtepakete. Diese sind besonders für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk interessant. Bisher werden sie vor allem von ARD, ZDF und Sport 1 genutzt.

Paket A der Live-Pakete enthält die Konferenzen der Parallelspiele am Samstagnachmittag und der englischen Wochen. Paket B umfasst alle Einzelspiele am Samstagnachmittag sowie die Partien der englischen Wochen. Paket C schließt das Topspiel am Samstagabend sowie den Supercup ein und Paket D die Einzelspiele am Freitag und am Sonntag. Während die Pakete A,B und C nur für Pay-Anbieter vorgesehen sind, kann Paket D auch im Free-TV verwertet werden.

Was ändert sich?

Durch die “No-Single-Buyer-Rule” ist es nicht mehr erlaubt, dass ein Sender alle Spiele über alle Verbreitungswege live zeigt. Diese Regel, auf die sich die DFL mit dem Kartellamt geeinigt hat, besagt, dass, sollte sich ein Bieter die Pakete A-E sichern, insgesamt 102 Spiele in einem so genannten Over-the-Top-Paket an einen anderen Sender vergeben werden müssten.

Eine weitere wichtige Regel besagt, dass der DFL die Auswahl eines der beides höchsten Angebote freisteht, sollten sich diese um weniger als 20 Prozent unterscheiden. Neben- und Vorabsprachen mit Bietern sind nicht erlaubt, es ist jedoch möglich, dass Sky, sollte dieser Fall eintreten, als ehemaliger Partner im Vorteil ist.

Wer bietet mit?

Der größte Druck lastet wohl auf Sky. Der Anbieter, für den Live-Sport eines der wichtigsten Verkaufsargumente ist, dürfte ein großes Interesse an der Sicherung der Live-Rechtepakete haben. Bisher strahlt Sky viele Samstags- und Sonntagsspiele exklusiv aus. Das könnte sich in Zukunft allerdings ändern: Denn der Bezahlsender ist durch den Wegfall des Live-Sports während der Corona-Pandemie nicht nur finanziell angeschlagen, sondern wird auch durch die “No-Single-Buyer-Rule” im Vergabeprozess eingeschränkt.

Als Konkurrent sehen viele den Streaming-Dienst DAZN, der zuletzt mit von Eurosport erworbenen Sublizenzen arbeitete. Auch die Telekom ist mit Magenta Sport ein ernstzunehmender Konkurrent. Außerdem wird erwartet, dass sich Amazon als neuer Bieter etabliert. Nach dem Kauf der Champions League Rechte 2019 könnte der Online-Händler sein Live-Sport Angebot mit dem Kauf von Bundesliga-Rechten weiter ausbauen.

Brauchen Fans bald mehrere Abos?

Die Befürchtung vieler Fans, dass sie bald mehrere Abos brauchen, wenn sie alle Bundesliga-Spiele sehen möchten, könnte sich bewahrheiten. Sollten die vier großen Live-Rechtepakete an unterschiedliche Bezahlsender vergeben werden, würden im schlimmsten Fall vier Abos nötig, um Zugriff auf alle Bundesliga-Spiele zu erhalten. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich die großen Live-Pakete auf zwei Anbieter verteilen.


* Ungefährer Preis inkl. Mwst, zzgl. Versandkosten. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
tv
Mehr zu neuen TVs?
Dann abonniere unseren TV-Newsletter und bleibe informiert zu Neuheiten aus der Fernseher Welt ...
 
Mehr fürs Heimkino?
... oder abonniere unseren Heimkino-Newsletter um das Kino-Erlebnis nach Hause zu holen!
 
popcorn